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Historisches


Oberriet ist eine Gemeinde mit historisch tiefen Wurzeln.

Schloss Blatten
Vor über 3000 Jahren bildete sich auf dem Montlingerberg die erste Interessengemeinschaft unserer Region. Der Inselberg bot den bis hierher aus dem Süden eingewanderten Ur-Rätern Geborgenheit und Schutz vor den Rheinüberflutungen. Sie wurden später von den aus dem Norden nachrückenden Alemannen verdrängt. Diese brachten nebst vielen Sitten und Gebräuchen das Deutsche als Muttersprache zu uns. Noch heute erinnern unsere urchigen Dialekte an diese Vorfahren.

Im 8. Jahrhundert entstand der königliche Reichshof Criesserrun. Mit dem Bau eines Gotteshauses in Montlingen im 9. Jahrhundert bildeten sich zwei Zentren im Hof: Kriessern mit der weltlichen Verwaltung und Montlingen als kirchlicher Mittelpunkt.

1229 schenkte der deutsche König den Hof Kriessern dem Kloster St. Gallen. Abt Berchtold von Falkenstein liess zur Verteidigung des Besitzes die Burg Blatten erbauen. Damit begann eine wechselvolle Geschichte rund um Besitzstand und Oberhoheit. Von 1490 bis 1798 war das ganze Rheintal und damit auch der Hof Kriessern ein Untertanenland der Eidgenossen.

Mit der französischen Revolution im Jahr 1798 erhielten die Rheintaler von der eidgenössischen Tagsatzung die volle Unabhängigkeit. Doch nur für kurze Zeit gehörte der Hof zur Republik Rheintal. Die französischen Besetzer zwängten ihn für fünf Jahre zum Kanton Säntis, dessen Grenze gegen den Kanton Linth über den Blattenberg verlief. 1803 entstand mit dem Kanton St. Gallen aus dem freien Reichshof Kriessern die politische Gemeinde Oberriet.

Innerhalb der Gemeindegrenzen entwickelten sich die fünf Dörfer und erhielten schliesslich auch jedes eine eigene Kirche. Haupterwerbszweig war hier wie überall im Rheintal vor allem die Landwirtschaft; später wurde dann auch die Stickerei immer wichtiger. Erst mit der Hochkonjunktur nach dem 2. Weltkrieg entwickelte sich die Gemeinde langsam zu einem Industriestandort. War die Bevölkerungszahl bis zu dieser Wende nur langsam angestiegen, so erhöhte sie sich nun immer rascher.

Doch die Siedlungsgeschichte des Rheintals wird derzeit völlig neu geschrieben bzw. weiter zurückerkundet. Denn im Frühjahr 2011 wurde in Oberriet eine archäologische Sensation im Bereich der Deponie Unterkobel entdeckt. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Referenz-Fundstätte des Rheintals, welche 10'000 Jahre Siedlungsgeschichte wiedergibt. Den Platz nutzten Menschen bereits kurz nach der letzten Eiszeit. Die ältesten Funde sind bearbeitete Steine wie Werkzeug und Schmuck. Das jüngste Fundstück ist eine römische Münze aus dem Jahr 270 nach Christus. Aus dieser Fundstelle werden interessante Informationen über die Siedlungsgeschichte des Rheintals erwartet. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Rubrik Freizeit/Kultur/Tourismus.